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Sommerfest 2019 am Feldmochinger See






Um das Ende (Sonntag später Vormittag) vorweg zu nehmen: jetzt sind wir wieder zu Haus, die nassen Sachen hängen auf der Leine, im Herzen strahlt die Sonne des Fests ungetrübt weiter! Aber der Reihe nach:

Es war ein traumhaftes Fest der Liebe und Verbundenheit, spielerisch improvisiert und bald auch gut besucht mit überbordendem Buffet.
Angekommen sind Saba und Rainer am Vormittag gegen 11 Uhr, um Tücher, Tapeten-Tisch (fürs Buffet) und große Mengen an Kleinigkeiten vom Parkplatz her zur Lichtung zu transportieren. Zwei Tage vorher schon hatten wir den Platz, den wir vor rund drei Wochen "auserkoren" hatten, von den Überresten des Pfingst-Montag-Sturms (in Form von kleinen harten Aststücken im Gras) befreit.

Ab 14 Uhr haben sich dann nach und nach gut Vierzig bis Fünfzig Leute eingefunden. Lager an Lager hat sich im Schatten aneinander gereiht und ganz selbstverständlich haben sich immer wieder unterschiedliche Grüppchen gebildet, gabs dort eine Fußmassage, da ein Aneinanderkuscheln, hier ein "Ey, Du auch hier!" oder ein "Woher kennen wir uns denn?". Je mehr Mitfeiernde aufgetaucht sind, umso ausgelassener das Treiben.

Die große, fast kreisrunde Lichtung, teils von großen alten Bäumen locker umringt, teils durch niedriges Buschwerk eingefaßt, hat uns Schatten spendiert und ebenso viel Sonne hereingelassen, so konnte Jeder/Jede für sich den richtigen Platz finden. Große bunte Ritual-Tücher haben die Lichtung eingerahmt, aber nicht abgeschirmt. Manch interessierter Vorbeigeher oder -fahrer hat schon einen langen Hals gemacht, um rauszufinden, was da vor sich geht...

(siehe auch unter Rückmeldungen )

Aber generell habe sich die umliegenden Nackerten sehr wohlwollend verhalten. "Werd schon irgendsoa Sekte sei!" Das hat sich auch nicht geändert, als dann die Musik lauter wurde und Viele von uns zu heißen oder gefühlvollen Klängen gehüpft, gesprungen, geflirtet, geschmust, eben getanzt haben.

Dann hat uns Saba zum großen Kreis versammelt: 50 Nackte in freier Natur - Wow! Und dieser ganze Kreis hat nach einer kleinen Chakrenmeditation den Himmel und das Wetter beschworen: Heute kein Regen! Namasté!
Schließlich wurde der Kreis zu Spiralen, immer enger mit maximalem Hautkontakt, bis schließlich ein riesengroßer Haufen entstanden war - gaaaanz zufällig(!) mit Saba in der Mitte. :))

Daraus wiederum ist eine Heil- und Streichelgasse, ein Spalier der Liebe entstanden. Bis 50 Leute da langsam und genussvoll hindurchgestreichelt werden dauert es schon einige Zeit. Und in diesem Fall führten Staus zu sehr willkommenen Verlängerungen... Ein paar der mitgebrachten Freunde, denen diese Spaliere unbekannt sind, aber auch alte Tantrahasen haben das so sehr genossen, dass sie gleich nochmal durchgestreichelt und vorwärts geschmust werden wollten.

Und wieder gabs lässige Tanz- und Schwofmusik. Es ist einfach eine große Freude, so viele Nackte zur Musik rumhüpfen zu sehen! Für die wohltuende Abkühlung zwischendurch hatte der klare See genau die richtige Temperatur. Wobei die allmählich immer dichter werdende Wolkendecke wohlwollend Sonnenbrände und Hitzekollapse verhindert hat.

Gegen Abend sorgte dann die Wettermeldung "Gewitter im Anmarsch" dafür, dass alle ihre Sachen regendicht verpackt haben, und - bis auf wenige - mit dem Gefühl "Jetzt erst recht" geblieben sind. Der Regen hat dann mit ein paar harmlosen Tropfen das Gelände getestet und erkannt, dass er gegen die ausgelassene Stimmung eh nichts ausrichten kann - und hat sich (erstmal) wieder verzogen, bzw. überall am See abgeregnet, wie uns berichtet wurde, nur nicht über "unserem" Platz.

Noch bevor es ganz dunkel wurde, wurde trockenes Holz gesammelt und in kleiner Feuerschale (Vielen herzlichen Dank an Hilde fürs Mitbringen!) ein mächtiges Feuer entfacht. Da saßen wir dann im Kreis, Dominik und Irmengard haben abwechselnd mit Gitarrenmusik und Liedern zum Mitsingen Lagerfeuerstimmung beschworen. Auch den beiden herzlichen Dank dafür.

Und schließlich wurde es allmählich ruhiger. Umso schöner war das gemeinsame Kuscheln am Feuer, unter Decken und in Zweier- oder Dreiergrüppchen. Da hat sich der schon jahrelang praktizierte tantrische Weg der meisten bemerkbar gemacht, niemand brauchte dazu eine Anleitung :))

Weit nach Mitternacht setzte dann erst leicht als Vorwarnung, dann immer stärker werdender Regen ein. Alle, die noch da waren mussten sich entscheiden: schnell zusammenpacken und im warmen Gewitterregen nach Hause düsen oder dableiben und sich irgendwie ein "Dach" über dem Kopf schaffen. Sieben waren wir schließlich, die im Zelt (4) oder unter unserer großen, ursprünglich für die Matschaktion gedachten Plane (3) ein ordentliches Gewitter mit heftig-malerischen Blitzen und Prasselregen tantrisch geduldig ("Es ist wie es ist") über sich ergehen ließen.

Und diese tapferen Sieben haben dann im Lauf des Vormittags in einer Regenpause in Windeseile alles zusammengepackt (allerherzlichsten Dank für die große Aufräumhilfe an Irmengard, Marie Susanne, Monika, Lüder und Uwe) und im Auto verstaut. Wir sind frech mit unseren Autos direkt zum Platz gefahren und haben dann noch herrlich improvisiert am Parkplatz in Marie Susannes Bus und unter der aufgeklappten Heckklappe des Sinnenfeuer-Transporters ein wunderbares Frühstück aus den Resten vom Buffet und frisch gebrautem Kaffee und Tee genossen. Und so waren wir dann gegen Sonntagmittag mit klatschnassen Sachen, aber selber trocken und unendlich glücklich über dieses schöne Fest samt nächtlichem Abenteuer wieder zu Haus.

Herzlichen Dank an Alle, die durch Beiträge zum Buffet und durchs Kommen und Mitmachen dieses Fest ermöglicht, mitgetragen und mitgestaltet haben. Last but not least ein besonders Dankeschön an Susanne, die uns mit ihrer Sammelaktion eine gelungene Überraschung bereitet hat. Herzlichen Dank natürlich auch an alle Spender. :))

Und die erstaunten Fragen "Wie? Ihr macht das nicht jedes Jahr?" nehmen wir gern zum Anlaß, nächstes Jahr darüber nachzudenken, ob wir wirklich zehn Jahre aufs nächste Fest warten wollen :)) ?!?

(verfasst von Rainer im Juli 2019)


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